Was passiert, wenn die Zinsen steigen?

Sehen Sie, wie sich Ihre Miete und die Kosten eines Eigenheims verändern, wenn Hypothekarzinsen steigen oder sinken. So verstehen Sie das Risiko — und ob Eigentum oder Miete langfristig robuster ist. Gerade bei der Wahl zwischen fester und variabler Finanzierung lohnt dieser Blick über den aktuellen Zinssatz hinaus.

Übernommene Daten (Miete vs. Kaufen)

Wie bei Miete vs. Kaufen (1 % Kaufpreis).

Nur die Nettomiete wird per Referenzzins angepasst; Miet-NK werden als konstant angenommen.

Zins-Szenario

Aus «Miete vs. Kaufen» übernommen (effektiver Zinssatz).

Restschuld über diese Laufzeit zum bisherigen Hypothekarzins (Zinseszins). Danach Zins zum neuen Satz auf der Resthypothek.

Annahme: Der hypothekarische Referenzzins entwickelt sich parallel (Differenz gerundet auf 0,25 %). Mietzinsanpassung nach Art. 13 VMWG (+3 % pro +0,25 % bei Referenzzins <5 %; Senkung ca. 2,91 % pro −0,25 %). Die Anpassung gilt nur für die Nettomiete (Bruttomiete minus Miet-NK); die Nebenkosten in der Miete bleiben unverändert.

Publizierte Zinssätze (SNB, Mittelwert). Mausrad zum Zoomen, ziehen zum Verschieben.

Miete nach Referenzzinsänderung

–

pro Monat

Bisherige Miete (brutto)–
Nettomiete bisher–
Nettomiete neu–
Miet-NK (unverändert)–
Referenzzins-Differenz–
Mietzinsänderung (Netto)–

Wohnkosten bei Ist-Hypothek

–

pro Monat bei neuem Zinssatz

Zins (neu)–
+ Unterhalt Eigentum–
+ Amortisation (bisher)–
Bisher (alter Zins)–
Differenz Wohnkosten − Miete–

Tilgung auf Ziel-Hypothek

Max. Hypothek (Wohnkosten = Miete)–
Aktuelle Hypothek–
Abbau über die Kreditlaufzeit–
Erforderliche Amortisation p.a.–
Sondertilgung p.a. (zusätzlich)–
Sondertilgung / Monat–

Wohnkosten bei Resthypothek

–

Amort-Minimum / Monat

–

Bisherige Amort. / Monat

Resthypothek – Zins (neu) – + Unterhalt Eigentum – + Amortisation – Summe – Differenz Wohnkosten − Miete –
Resthypothek – Zins (neu) – + Unterhalt Eigentum – + Amortisation – Summe – Differenz Wohnkosten − Miete –

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Weiter mit den berechneten Werten zum Miet-/Kauf-Vergleich oder zur Bank-Tragbarkeit.

Miete oder Kaufen Tragbarkeitsrechner

Annahmen und Einschränkungen

Diese Seite schätzt, wie sich Miete und Eigentumskosten ändern, wenn Hypothekarzinsen steigen oder sinken. So verstehen Sie das Zinsrisiko — bevor Sie sich festlegen.

Was wir annehmen

  • Wegen der langfristigen Planung gehen wir davon aus, dass die Reform der Wohneigentumsbesteuerung (u. a. Abschaffung des Eigenmietwerts bei Selbstnutzung) und die Individualbesteuerung bereits in Kraft sind.
  • Wenn Ihr Hypothekarzins sich ändert, bewegt sich der hypothetische Referenzzins im gleichen Ausmass (in Schritten von 0,25 %). Das muss in der Realität nicht so eintreten.
  • Die Miete wird nach der offiziellen Faustregel angepasst (Art. 13 VMWG): nur die Nettomiete (Miete ohne Heiz- und Nebenkosten). Die Miet-Nebenkosten bleiben gleich.
  • Die Restschuld über die Kreditlaufzeit wird zum bisherigen Hypothekarzins mit Zinseszins abgebaut. Der neue Zinssatz gilt erst auf der Hypothek, die danach übrig bleibt.
  • Die «Ziel-Hypothek» ist so gewählt, dass Zins + Unterhalt + Amortisations-Minimum der neuen Miete entsprechen — nicht Ihrer bisherigen Amortisation.
  • «Sondertilgung» ist der zusätzliche Betrag, den Sie zurückzahlen müssten, wenn die geplante Amortisation dafür nicht reicht.

Was die Seite nicht leistet

  • Ob Ihr Vermieter die Miete wirklich so anpassen darf oder muss, hängt vom Vertrag und vom tatsächlichen Referenzzins ab — nicht nur von Ihrem Hypothekarzins.
  • Steuern, Inflation und ein Wechsel der Bankkonditionen sind nicht modelliert.
  • Kein Ersatz für Rechts- oder Finanzberatung, und keine Aussage darüber, ob eine Mietzinserhöhung durchsetzbar ist.